parle|mentarisme

8. Mai als Feiertag gefordert

Die Fraktion der Linken möchte einen neuen Feiertag etablieren: Den Tag der Befreiung. Das ist seit

In Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg ist der 8. Mai bereits ein Gedenktag. Es wird bereits seit Jahrzehnten diskutiert, ob der Tag als gesetzlicher Feiertag auf Bundesebene verankert werden sollte. In der DDR war der 8. Mai in einigen Jahren bereits gesetzlicher Feiertag. Nun hat die Fraktion Die Linke einen Antrag eingebracht. Sie begründen ihren Antrag mit der Hoffnung und der Zuversicht, die der 8. Mai den Menschen brachte. Die Linke hat bereits mehrfach beantragt, zuletzt 2010 und 2013.

Gegner eines neuen Feiertags weisen darauf hin, dass die Allierten keine Befreiung im Sieg hatten, sondern einen Sieg über Deutschland und seine Verbündeten. Auch die Unionsfraktion wird dem Antrag wohl wieder ablehnend gegenüberstehen, 2013 begründete sie ihre Ablehnung des Antrags wie folgt:

Denn der 8. Mai 1945 war für viele Deutsche auf dem Gebiet der späteren DDR nur bedingt ein Tag der Freiheit. Denn die Gefängnisse, welche bis 1945 mit Opfern des Nationalsozialismus belegt waren, wurden später mit Kritikern des DDR-Regimes gefüllt. Von daher ist es eine berechtigte Frage, ob der 8. Mai für alle Deutschen als Tag der Befreiung zählen kann. -

Der Antrag wird am 28. April im Bundestag diskutiert.

Kommentare