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Vor dem Superwahljahr: Umfragetrends zur Bundestagswahl

Die letzte Forsa-Umfrage ist veröffentlicht, das Super-Wahljahr steht vor der Tür. Ein Rückblick auf die Trends der Sonntagsumfrage.

CDU/CSU

Im Sommer dieses Jahres verzeichneten die Unionsparteien das schlechteste Ergebnis des Jahres. Die Umfragewerte der Union sind allerdings dauerhaft stabil, unter 33 % sanken sie nie. In den letzten zwei Monaten verzeichnete die Union steigende Werte von 37 % im November bis 38 % im Dezember. Zum Vergleich: 20103 erreichte die Union bei der Bundestagswahl 41,5 %, was allerdings 7,7 % mehr waren als bei der Bundestagswahl 2009 (33,8 %). Es ist fraglich, ob die Union trotz oder wegen der gefühlten Sicherheitslage verhältnismäßig gut da steht.

SPD

Wenig Neues bei der SPD, sie pendelte das ganze Jahr zwischen 20 und 24 %. Seit Jahresanfang zeigt sich ein leicht rückläufiger Trend, die 24 % aus Januar und Februar konnte die SPD nicht noch mal erreichen. Die 25,7 % der Bundestagswahl 2013 wird sie wohl nur schwerlich noch einmal erreichen können, von Ergebnissen wie 2005 (34,2 %) ganz zu schweigen.

Die Linke

Die Linke war 2016 erstaunlich konstant. Es war auch vergleichsweise wenig von der Linksfraktion zu hören, was mit dem Rücktritt Gregor Gysis als Fraktionsführer 2015 zusammenhängen mag. Das könnte sich jetzt ändern, Gysi wurde vor einigen Tagen zum Präsidenten der Europäischen Linken gewählt. Derzeit liegt die Linke bei 9 %. Das ganze Jahr über konnte sie die Werte der AfD nicht erreichen.

Die Grünen

Gute Werte verzeichnen die Grünen. Bei der Bundestagswahl 2013 kamen sie auf 8,4 %, das ganze Jahr über lagen die Werte über 10 %. Im Mai waren es sogar 14 %, ein Wert, der sich noch nie bei einer Bundestagswahl für die Grünen manifestiert hat. Damit scheinen die Grünen ein besseres Ergebnis einzufahren, als es die Linken tun. Mit der AfD liefern sie sich eine Kopf-an-Kopf-Rennen,derzeit liegen sie mitm 10% 2 % hinter der AfD.

AfD

Die AfD pendelt zwischen 9 und 14 %. Das reicht, um die Linke und die FDP zu überflügeln. Scheiterte sie 2013 mit 4,7 % noch an der 5%-Hürde, wird sie 2017 mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Bundestag einziehen.

FDP

Die FDP dürfte Probleme haben, sich außerparlamentarisch Gehör zu verschaffen. Zwar verfügt sie über Landtagsmandate, jedoch nur über 94 in ganz Deutschland. Die Forsa-Werte schwanken zwischen 5 und 8 %. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass die FDP knapp in den Bundestag einzieht. Damit wären sechs Parteien mit Fraktionen im Deutschen Bundestag vertreten.

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